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Steuerreform 2020
28.10.2019 [leitnerleitner - Steuerrecht]
19.9.2019 wurde der erste Teil der im Juli 2019 eingebrachten Steuerreform 2020/2023 im Nationalrat beschlossen. Nachfolgend finden Sie eine kurze Zusammenfassung der für Sie als Unternehmer wesentlichen Beschlusspunkte der Steuerreform 2020, welche ab 1.1.2020 in Kraft treten.
  • Erhöhung der Grenze für die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter von derzeit EUR 400,00 auf EUR 800,00.
  • Einführung einer neuen allgemeinen Einkommensteuerpauschalierung für Kleinunternehmer bis EUR 35.000,00 Umsatz.
  • Senkung des Krankenversicherungsbeitrags von 7,65 % auf 6,8 % für Selbständige und Landwirte.
  • Erhöhung des Verkehrsabsetzbetrages bei Arbeitnehmern um EUR 300,00 bei einem Jahreseinkommen bis EUR 15.500,00. Dieser Zuschlag vermindert sich bis zu einem Jahreseinkommen von EUR 21.500,00 gleichmäßig auf Null.
  • Erhöhung der Sozialversicherungsrückerstattung um EUR 300,00 bei Arbeitnehmern bis zu EUR 11.000,00 Jahreseinkommen ("SV-Bonus").
  • Erhöhung des Pensionistenabsetzbetrags um EUR 200,00.
  • Erhöhung der Kleinunternehmer-Umsatzgrenze von EUR 30.000,00 auf EUR 35.000,00.
  • Ermäßigter Steuersatz von 10 % neu auch für elektronische Druckwerke.
  • Umgestaltung der NoVA unter Berücksichtigung des neuen Prüfverfahrens zur Messung von CO2 Emissionen (WLTP) (vgl dazu unser Unternehmer Telegramm 4/2019).
  • Umgestaltung der motorbezogenen Versicherungssteuer unter Berücksichtigung des CO2- Ausstoßes.
  • Neben der Steuerreform 2020 wurde auch das "Digitalsteuerpaket" vom Nationalrat beschlossen, welches im April 2019 vom BMF in Begutachtung versandt wurde. Auch idZ dürfen wir Ihnen einen kurzen Überblick hinsichtlich der relevantesten Punkte geben:

    • Digitalsteuer von 5 % auf Online-Werbung von Großkonzernen mit einem Umsatz weltweit von zumindest EUR 750 Mio - davon EUR 25 Mio digitaler Werbeumsatz in Österreich (ab 2020).
    • Abschaffung der Steuerbefreiung von Kleinsendungen bis EUR 22,00 aus Drittstaaten (ab 2021).
    • Meldepflichten für Online-Plattformen, wie zB Airbnb, Uber (ab 2020).
    • Umsetzung der Richtlinie zur Anzeigepflicht für grenzübergreifende Steuergestaltungen (DAC6). Damit werden ab Juli 2020 bestimmte grenzüberschreitende Steuergestaltungen rückwirkend für meldepflichtige Tatbestände seit Juni 2018 in elektronischer Form an das BMF zu melden sein.