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Zur Verjährung des Schadenersatzanspruchs für den Mangelschaden
06.06.2019 [derunternehmer.at - Zivilrecht]
Wegen eines vom Übergeber verschuldeten Mangels selbst kann der Übernehmer auch als Schadenersatz zunächst nur die Verbesserung oder den Austausch verlangen. Er kann jedoch Geldersatz verlangen, wenn sowohl die Verbesserung als auch der Austausch unmöglich ist oder für den Übergeber mit einem unverhältnismäßig hohen Aufwand verbunden wäre. Dasselbe gilt, wenn der Übergeber die Verbesserung oder den Austausch verweigert oder nicht in angemessener Frist vornimmt, wenn diese Abhilfen für den Übernehmer mit erheblichen Unannehmlichkeiten verbunden wären oder wenn sie ihm aus triftigen, in der Person des Übergebers liegenden Gründen unzumutbar sind. Nach Ablauf von zehn Jahren ab der Übergabe der Sache obliegt für einen Ersatzanspruch wegen der Mangelhaftigkeit selbst und wegen eines durch diese verursachten weiteren Schadens dem Übernehmer der Beweis des Verschuldens des Übergebers.
Ein Schadenersatzanspruch für einen Mangelschaden (gemäß § 933a ABGB) verjährt nach Rechtsprechung und Lehre gemäß § 1489 ABGB in drei Jahren ab Kenntnis von Schaden und Schädiger.

Eine Schadenersatzforderung wird erst dann fällig, wenn der Geschädigte den Schaden (zahlenmäßig bestimmt) eingemahnt hat.

(OGH 24.10.2018, 8 Ob 110/18m)