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Lohnsteuer für veruntreuten Arbeitslohn
03.08.2018 [leitnerleinter - Steuerrecht]
Zahlt sich eine Dienstnehmerin im Jahr 2013 eigenmächtig Überstundenentgelte iHv rd EUR 50.000,00 unter Einbehalt von Lohnsteuer und Dienstgeberbeitrag aus und zahlt die Dienstnehmerin die EUR 50.000,00 im Jahr 2016 aufgrund eines Vergleiches zurück, so kann der Arbeitgeber dennoch nicht die einbehaltene Lohnsteuer und Dienstgeberbeiträge vom Finanzamt rückfordern, da auch rechtswidriger Arbeitslohn steuerpflichtig ist.
Nur die Dienstnehmerin kann die Rückzahlung der Entgelte in ihrer Einkommensteuerveranlagung geltend machen. Bzgl des Dienstgeberbeitrages hat der VwGH bereits entschieden, dass die Rückzahlung von Arbeitslohn den Dienstgeberbeitrag nicht beeinflusst.

(BFG 23.3.2018, RV/7100606/2018)

Anmerkung: Der UFS hat dagegen am 28.6.2011, FSRV/0105-W/10 entschieden, dass durch eine Buchhalterin unterschlagene Gelder nicht lohnsteuerpflichtig sondern nur im Wege der Veranlagung zu erfassen sind.