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Steuerbefreiung für Aushilfskräfte
17.02.2017 [leitnerleitner - Steuerrecht]
Gesetzlich wurde ab 2017 - befristet bis 2019 - eine Steuerbefreiung für Aushilfskräfte geschaffen. Dadurch soll ein Anreiz geschaffen werden, zu Spitzenzeiten Aushilfskräfte zu finden.
Kernpunkte dieser Steuerbefreiung: Die Aushilfskraft steht nicht bereits in einem Dienstverhältnis zum Arbeitgeber und unterliegt daneben aufgrund einer selbständigen oder unselbständigen Erwerbstätigkeit einer Vollversicherung in der gesetzlichen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung oder vergleichbaren gesetzlichen Regelungen ("Nebenberufliche Aushilfstätigkeit"). Die Beschäftigung der Aushilfskraft dient ausschließlich dazu, einen zeitlich begrenzten zusätzlichen Arbeitsanfall zu decken, der den regulären Betriebsablauf überschreitet oder den Ausfall einer Arbeitskraft zu ersetzen. Die Tätigkeit als Aushilfskraft umfasst insgesamt nicht mehr als 18 Tage im Kalenderjahr. Der Arbeitgeber beschäftigt an nicht mehr als 18 Tagen im Kalenderjahr steuerfreie Aushilfskräfte. Dabei ist es unbedeutend, wie viele Aushilfskräfte gleichzeitig an einem Tag beschäftigt werden. Der Arzt hat für Aushilfskräfte auch keine Kommunalsteuer und Dienstgeberbeitrag zu leisten; ein Lohnzettel gemäß § 84 EStG ist zu übermitteln. Der monatliche Arbeitslohn darf die Geringfügigkeitsgrenze nicht überschreiten (2017 EUR 425,70).

Vorteil für die Aushilfskraft: Entfall der Verpflichtung, die Einkünfte als Aushilfskraft im Zuge der Arbeitnehmerveranlagung zu erfassen. Der Aushilfslohn ist steuerfrei. Keine Befreiung gibt es derzeit im Bereich der Sozialversicherung.

Vorteil für den Arbeitgeber: Entfall von Lohnnebenkosten, wie Kommunalsteuer und Dienstgeberbeitrag.